Aus dem Leben in der Festung und Projekte zu deren Nutzung
Die Festung in Giżycko ist eines der am besten erhaltenen Befestigungsanlagen aus dem 19. Jahrhundert in Polen. Sie ist offensichtlich für Touristen eine Anlage mit einem besonderen historischen Wert und attraktiven Merkmalen. Das Fort lockt sehr viele Besucher an, nicht nur wissenschaftlich und kunstgeschichtlich Interessierte sowie Kenner der Festungsarchitektur. Dies hängt mit der einmaligen in die schöne Natur eingefügten Lage der Festung und ihrer nächsten Umgebung und nicht zuletzt mit der neu errichteten Infrastruktur (Amphitheater, Museum, Jugendherberge, Klubs) zusammen.
Die Lage des Objektes in den Stadtgrenzen und an den Hauptverkehrswegen begünstigt die bequeme Erreichbarkeit der Festung. Dies trägt dazu bei, dass die Anzahl der Besucher ständig zunimmt. Ein zusätzlicher Vorteil des Forts im Hinblick auf den Tourismus ist, dass in der Nähe auch Erholungsgebiete liegen: unter anderen zwei kleine malerische Seen und reizvolle Waldflächen um den Bruno-Hügel. Darüber hinaus gibt es in der unmittelbaren Umgebung große Erholungszentren sowie Häfen der Binnenschifffahrten: Masurische Schifffahrt und Liga für Landesverteidigung.
Derzeit bietet die Festung zahlreiche Attraktionen für Touristen, darunter erwähnenswerte Museen (unter anderen mit der Ausstellung „Das zerstörte Masuren“, in der die Ereignisse des Ersten Weltkrieges in Masuren gezeigt werden, und der Ausstellung zur Arbeiterbewegung „Solidarność”). Darüber hinaus gibt es auf dem Festungsgelände Wander- und Radwege. Im Fort finden ferner zahlreiche Kunstereignisse statt; zuallererst ist dabei das größte europäischen Chant-Festival „Chants in Giżycko” zu erwähnen.
Im Hinblick auf solche günstigen Merkmale der Festung, wie große Ausmaße) (
Es gibt viele Ideen und Pläne zur aktuellen Nutzung der Festung. Man überlegt die Umwandlung folgender denkmalgeschützter Festungsobjekte:
• Kasernengebäude in Hotels, Jugendherbergen, sog. „Grüne Schulen” und Museumsobjekte
• Bäckerei und Speicher in Restaurants, Bars, Teehäuser und Weinlokale
• Stall, Wagenschuppen in Reiterklub, Lagergebäude für Reitsport
• Arsenal in soziale Einrichtungen bei den Sportanlagen auf dem Hauptplatz, Fitnessstudio, Sauna,
• Saal und Übungsgebäude in Erholungsräume, Billard- und Tischtennissaal
• Artilleriewerkstatt in Schmiede und Werkstätten für Autos, Motorräder Fahrräder und Touristengeräte
• Lazarett in Erste-Hilfe-Station)
• Posttaubenstation in Postmuseum mit einem Schalter für postalische Dienstleistungen, Räume für Briefmarken- und Münzensammlungen
• Pulverlaboratorium in Schießstand für die kurzen pneumatischen Waffen, Schützenklub
• Kaponnieren, Artillerielaufgitter, Bunker und Schutzräume in Erholungs- und Ausstellungsräume, Ateliers, Klubs, Treffpunkte, Gelegenheitsveranstaltungsstellen
• Festungsgräben in Trimm-dich-Pfad, Wander-, Rad- und Reitwege
• Weg der Wache, Weg auf Wällen und Geheimweg in Lehrpfade
• Artilleriestellungen in Ausstellungsräume von Militärgerät und Waffen, Kanonen und Geschützen
• Panzerbeobachtungskuppel in Aussichtspunkt
• Plätze bei Kasernengebäuden in Zeltplätze, Campingplätze, Caravaning , Sport- und Erholungsplätze
• Festung in Stelle, wo Freilichttreffen für Bildhauer, Maler und Fotografen organisiert werden
• Hauptfestungsplatz in Grünanlagen, Sportplätze für Reiter-, Minigolf-, Fußball-, Volleyballwettbewerbe und andere sportliche Aktivitäten (z.B. für Bandy)
Text: Wojciech Chodakowski
2007